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Aug
31
immer wieder wird man damit konfrontiert. Not-Kaiserschnitte.
Irgendwie habe ich das Gefühl, das dass für viele eine Art Weltuntergang ist/war. Ich gehöre nicht dazu.
Bereits nach Lukes Geburt wurde ich mal aus einer Foren Gruppe verwiesen, weil ich ihrer Meinung nach Unsensibel war. Für mich war einfach nur Fakt, das ich genau das selbe erlebt habe und somit auch meinen Stand der Dinge mitteilen kann. Sicher ist eine Not-Sectio nicht die Traumgeburt und auch nicht das, was man sich im Vornherein vorgestellt hat, auch ich habe bei Lukes Geburt an eine normale Geburt geglaubt, der Kaiserschnitt war nie ein Thema.
Als die Geburt aber nicht weiter ging, ich mich nur noch quälte, für nichts im Endeffekt, als es meinem Kind immer schlechter und schlechter ging, als auf einmal alles Hektisch wurde und gefühlte 1000Menschen im Raum waren – da war es einfach so, etwas was sein muss, zum Wohl des Kindes.
Ich war weder währenddessen, noch danach traurig über den Ablauf der Geburt – wichtig und das ganz alleine, war, das es meinem Kind gut geht und das wir es endlich in den Armen halten konnten. Manch Aussagen, wie ”du wurdest um eine natürliche Geburt gebracht”, entschuldigt aber das ist für mich unverständlich, im Großen und Ganzen geht es ja um das Ergebnis und das ist in der Regel ein gesundes, wunderbares Baby – wie es den Weg auf die Welt gefunden hat, sollte doch dann nebensächlich werden. Kein Arzt macht eine Not-Sectio weil er keine Lust mehr auf eine natürliche Geburt hat.
Vielleicht bin ich wirklich unsensibel!? Vielleicht erleben es andere Frauen weitaus schlimmer als ich es tat – es muss ja so sein…
Bei Sams Geburt haben wir uns bewusst für den Kaiserschnitt entschieden, aufgrund von Aussagen der Ärztin und der Hebamme, alles natürlich auch aufgrund des vorhergegangenen Not-Kaiserschnittes.
Diese Geburt fand ich toll, wirklich toll – es war entspannt (anders als bei Luke), wir wussten was passiert, es war sogar eine lockere Stimmung während ich auf dem Tisch lag. Niemals hätte ich anders entschieden, oder den Rat der Fachleute misstraut – wichtig war, das dass Kind gesund und ohne große Komplikationen auf die Welt kommt.
Was will ich damit sagen? Vielleicht rückt man ein wenig von seinen Wunschvorstellungen ab, lässt das vergangene ein wenig verblassen und erfreut sich an den Zwergen, die man abends küsst.
Ich hoffe niemand fasst diesen Text falsch auf, fühlt sich angegriffen oder vor den Kopf gestoßen…. es ist einfach nur eine andere Sicht der Dinge…
Aug
17
nun will ich doch mal ein erstes Resümee ziehen. Luke geht nun die 3.Woche in den Kindergarten.
In der ersten Woche ist er jeweils von 8:30h-10:45h dort geblieben. Den ersten Tag hatte ich ja kurz erwähnt, ein wenig weinerei aber im Großen und Ganzen war es gut gewesen. In der ersten Woche nervten mich aber bereits schon ein paar Kleinigkeiten an diesem Kindergarten. Zum einen die fehlende Kommunikation, alles musste man praktisch aus der Nase ziehen und dabei will man doch ein wenig was erfahren, wie das Kind sich so im Kindergarten macht.
Ende der ersten Woche sprach eine Freundin, deren Sohn in der gleichen Gruppe ist, mal Klartext und es schien besser zu werden.
Die Erzieherinnen erzählten nun von selber ob etwas vorgefallen ist bzw.wie der Tag gelaufen ist.
In der 2.Woche sollten die Zwerge dann zumindest schon mal bis zur ersten Abholzeit bleiben, also 12:20h. Das war am Montag auch kein Problem, am Dienstag bekam ich dann einen Anruf um 11:55h, Luke wäre so müde, da ginge nichts mehr. Ich brach also bei der PeKiP Gruppe auf und war dann um 12:05h am Kindergarten. Die Erzieherin empfing mich schon mit den Worten, “was soll ich sagen, aber er spielt” gut, also ging es dann doch bis 12:20h.
Die Woche verlief auch ganz gut, sie meinten zwar, das er gegen 11h immer einen Tiefpunkt hat, müde wird, weint und nach Hause will und auch niemanden an sich ran lässt, aber er würde sich wieder selber beruhigen.
Am Freitag war ich dann gespannt darauf, was die nächste Woche bringt, wie er die komplette Zeit wohl aushalten wird. Mir wurde da aber direkt gesagt, nein, das schafft er nicht bis 14h – ich war wie vor den Kopf gestoßen, Luke weinte nie als ich ihn abholte, also was spräche dagegen es auszuprobieren, dachte ich mir so, abgesehen davon bin ich ja immer erreichbar wenn was sein sollte – sagte aber nichts und verschwand mit meinem Kind und einem eher miesgelaunten Gesichtsausdruck.
Am Montag, als ich ihn hinbrachte – sprach die Erzieherin mich direkt an – sie hätte das Gefühl, das wir uns Missverstehen und das wir ja zusammen arbeiten müssen und das wir es ruhig ausprobieren können, ihn bis 14Uhr im KiGa zu lassen. Probieren geht über studieren heißt es doch so schön und ich bin eben auch jederzeit Verfügbar.
Also blieb er bis 14Uhr, das gleiche Spielchen, gegen 11h wieder Einbruch, nach einer Weile beruhigt er sich wieder.
Heute Morgen jedoch, gerade im KiGa angekommen, schluchzte er bereits ein wenig als ich ihn in den Gruppenraum brachte – das große Geweine ging dann los, als ich mich verabschiedete – die Erzieherin nahm ihn dann auf den Arm, versuchte ihn abzulenken und ich musste schweren Herzens gehen, während mein Kind mir noch ein paar schluchzende Mama´s hinterherschrie. Das ist, weiß Gott kein schönes Gefühl – im Auto redete ich mir dann aber ein, das er sich a) sicher schnell beruhigen wird und b) ich ihn ja nun nicht in einer Folterkammer zurücklasse. Kindergarten ist toll und das wird er sicher auch noch schnell mitbekommen. Ich rief natürlich eine dreiviertel Stunde später noch mal an und fragte nach ob er sich beruhigt hat und ob ich ihn doch lieber wieder früher abholen soll. Ich wurde aber beruhigt, das er im Moment spielt und das wir es ruhig probieren sollen, wenn´s nicht mehr geht, würden sie sich melden.
Es kam kein Anruf und so holte ich meinen Großen um 14Uhr ab, der schmiss sich auch sofort in meine Arme. Er hat wohl immer mal wieder ein wenig geweint, aber ab 11Uhr war es dann ok. Leider wurde er mal wieder gebissen, ich weiß nicht, warum er die ganzen “Beißer” anzieht – keine Ahnung, wahrscheinlich hat er einfach nur Pech.
Zu Hause erzählte er mir dann, das er geweint hat, das er nach Hause wollte und das Mama nicht da ist. Er erzählte auch, das ihn ein paar Kinder mit Worten geärgert haben – worauf ich ihm nur sagte, egal was die Kinder sagen, sag ihnen “das seit ihr selber” zurück – was will man ihm auch sonst sagen – ich könnte ihm auch ein paar handfeste Schimpfwörter beibringen
Ich erklärte noch mal ausführlich, das ich ihn immer wieder abhole, das er im Kindergarten ganz toll spielen kann, das Kindergarten was Schönes ist und das dort alle Kinder hingehen, das auch Mama und Papa im Kindergarten waren und das Sam auch irgendwann in den Kindergarten geht.
Ich hoffe, das es morgen wieder besser ist, denn auf Dauer schaff ich das sicher nicht, mein weinendes Kind da zulassen.
Ich weiß ja, das es nur toll für ihn sein wird im Kindergarten, habe aber auf der anderen Seite totale Angst, das es für ihn ein absoluter Vertrauensbruch ist, das ich einfach gehe. Nun, ja ich hoffe es wird und er gewöhnt sich schnell daran.
Ein anderes Mädchen aus seiner Gruppe, weint seit 3Wochen non-stop, zumindest die erste Stunde und dann immer mal wieder – das ist wirklich die Horrorvorstellung.
Aug
1
Mama: “Luke, morgen geht’s in den Kindergarten!”
Luke: “Nein, da war ich schon einmal!”
Ähm, ja, ich hoffe er ändert morgen noch mal seine Meinung, die da wohl eindeutig heißt “einmal muss reichen” #bibber
Feb
25
Wie war es denn fragt ihr euch bestimmt!?!? Am Freitag Morgen kamen wir gegen 9Uhr im Krankenhaus an, wir bzw. ich wurde auch direkt ans CTG angeschlossen – danach wurden wir in den Kreißsaal gebracht, ich sollte mich schon mal umziehen, was ich total dämlich fand, sollte der Kaiserschnitt doch eh frühestens gegen 13Uhr sein. Tja, die Hebamme empfand das für Notwendig und so saßen Marco und ich da, in einem TV losen Raum und warteten… und warteten… gegen 14:20Uhr wurden wir dann endlich in den OP gefahren.Ich war mittlerweile so angepiselt von der Warterei, das von Nervosität nichts mehr zu spüren war. Vor dem OP musste Marco noch ein wenig warten. Die Spinalanästhesie wurde gelegt, ich merkte nur einen kurzen Pieks von der örtlichen Betäubung, die richtige Nadel spürte ich praktisch gar nicht mehr. Der Anästhesist war sehr nett und sprühte ständig irgendwelche Körperteile ein um zu sehen wie weit die Betäubung war. Dann kam der Chefarzt, teilte mit, das es losgehen kann – da musste ich dann noch kurz erinnern, das Marco noch draußen saß
Marco wurde rein geholt – ich merkte einiges an Geruckel und hatte das Gefühl, das der Doc sich zwischendurch auf meinen Brustkorb gesetzt hat. Marco und ich unterhielten uns, der Doc teilte mit, das in 60sec. der Zwerg da sei und dann hörten wir es auch schon schreien. Sehen konnte ich noch nichts, lediglich Marco durfte einen Blick über das Tuch werfen, wurde aber netterweise vorgewarnt, das mein Bauch noch offen ist – störte ihn nicht
Sie brachten den Zwerg in den Nebenraum wo Marco die Nabelschnur durch schnitt, danach bekam ich den Zwerg endlich auch zu Gesicht. Marco ging dann mit der Hebamme mit in den Kreißsaal, ich wurde noch zugenäht.
Der Doc teilte mir noch mit, das der Kaiserschnitt die richtige Entscheidung war – die vorherige Kaiserschnittnarbe war wohl extrem dünn und wäre unter der normalen Geburt wahrscheinlich gerissen. Alles war sehr entspannt gewesen – anders als bei Lukes Geburt, wo die Hektik und Angst dann überwog.
Im Kreißsaal durfte ich dann endlich meinen Zwerg im Arm halten
Relativ unspektakulärer Geburtsbericht aber was will man machen
Abends kamen dann noch mein Bruder + Schwägerin vorbei, da sie am Samstag nach München fuhren. Die schmerzen wurden so langsam spürbar und man hängte mir eine Infusion an – Paracetamol – danke auch. Die nächsten Tage verbrachte ich dann mit meinen eigens mitgebrachten Schmerzmitteln, die auch ihren Zweck deutlich besser erfüllten. Die Schwestern dachten sicherlich, das ich hart im nehmen sei
Ich bin davon überzeugt, das die Tabletten meine rasche Genesung begünstigt haben – stand ich so doch bereits am morgen selbstständig auf.
Am Sonntag bat ich die Schwester alles vorzubereiten, damit ich am Montag nach Hause kann – ich vermisste meine Große Maus so schrecklich!
Am Montag Morgen saß ich um 9Uhr beim Chefarzt, der alles für gut befand aber doch der Meinung war, das es arg früh ist nach Hause zu gehen – änderte aber nichts daran, das er mich trotzdem entlassen würde – noch keine 3 Tage nach dem Kaiserschnitt. So wartete ich nur noch auf die U2 und wurde dann von Marco und meiner großen Maus gegen 14:30Uhr abgeholt. Heute, Tag 5 nach dem Kaiserschnitt geht’s mir wirklich blendend, klar ziept und zwackt das hier und da noch arg, Situps werden auch noch eine zeit warten müssen aber im Vergleich zum 1. Kaiserschnitt eine echte wohltat. Nach dem ersten Kaiserschnitt war ich gute 3 Wochen komplett außer Gefecht gesetzt.
Luke ist der klassische stolze Bruder, wann immer möglich wird der Mini Zwerg gestreichelt, geknuddelt etc. ich hoffe das bleibt auch so. Auf jeden Fall sind wir ganz stolz auf unseren großen, das er so toll auf den Kleinen reagiert.
Sep
17
das Essen vor dem Hund in Sicherheit gebracht werden muss, das weiß Luke mittlerweile.
Eine aufdringliche Katze ist aber neu für ihn
Aber auch Katzen können gierig werden, zumindest wenn man Chicken in der Hand hat.
Mai
20
ich komme auf diesen Beitrag, weil wir zur Zeit auf den Stiefsohn meines Vaters achten, dieser ist 17´Jahre alt.
Heute hatte er Freunde + ein Mädel zu Besuch, die sich bei dem Wetter im Pool vergnügten.
Als erstes schoss mir durch den Kopf, wie diese Teenies mich wohl sehen – ich selber habe das Gefühl noch gar nicht so erwachsen zu sein und irgendwie auch, das die 2 noch nicht so lange vor meinem Alter steht. Fakt ist aber das ich ganz stark auf die 30 zu gehe.
Erinner ich mich zurück als ich 17 war, da waren 30 Jährige für mich kurz vor der Rente – alt eben.
Nun sitze ich also heute hier auf der Terrasse, spiele ein wenig mit meinem Zwerg und beobachte die Kumpels wie sie ausgelassen, sorglos und ohne große Verantwortungen Spaß haben. Das schlimme daran ist, das man mit 17 noch nicht so Recht weiß, wie easy das Leben zur Zeit ist, wie sorglos man durchs Leben gehen könnte und das was man jetzt hat, einfach nur genießen kann. Schule tse, wenn ich noch mal tauschen könnte, ich täte es (gut mit Bezahlung wäre nicht schlecht
)
Nun sitzt der Stiefsohn also hier und erzählt uns wie froh er doch ist, wenn die Schule nun endlich vorbei ist und er anfangen kann zu arbeiten.
Ein lächeln konnte ich mir nicht verkneifen und auch nicht, ihm mitzuteilen, das die erste Freude nur bis zu den nächsten Sommerferien anhält – denn da arbeitest du, wenn du Pech hast 6 Wochen durch – denn die erholsame Berufsschule hat dann eben zu.
Irgendwie müsste man mit 17 einen kurzen Sprung ins Erwachsenen Dasein machen können, um das was man hat richtig genießen zu können.
Sicher 30 ist nicht schlecht, eigentlich auch eine sehr schöne Zeit, man hat seine Erfahrungen gemacht, geht ein wenig schlauer durchs Leben und kann die freie Zeit, die eher gering ist, wesentlich mehr genießen und weiß es zu schätzen aber man hat eben auch einen riesen Haufen Verantwortung und manchmal auch einen riesen Haufen Sorgen dazu. 


