Aug

31

von anderen Ansichten

Geschrieben von Sam&Luke's Mami um 21:08 Uhr.

immer wieder wird man damit konfrontiert. Not-Kaiserschnitte.
Irgendwie habe ich das Gefühl, das dass für viele eine Art Weltuntergang ist/war. Ich gehöre nicht dazu.
Bereits nach Lukes Geburt wurde ich mal aus einer Foren Gruppe verwiesen, weil ich ihrer Meinung nach Unsensibel war. Für mich war einfach nur Fakt, das ich genau das selbe erlebt habe und somit auch meinen Stand der Dinge mitteilen kann. Sicher ist eine Not-Sectio nicht die Traumgeburt und auch nicht das, was man sich im Vornherein vorgestellt hat, auch ich habe bei Lukes Geburt an eine normale Geburt geglaubt, der Kaiserschnitt war nie ein Thema.
Als die Geburt aber nicht weiter ging, ich mich nur noch quälte, für nichts im Endeffekt, als es meinem Kind immer schlechter und schlechter ging, als auf einmal alles Hektisch wurde und gefühlte 1000Menschen im Raum waren – da war es einfach so, etwas was sein muss, zum Wohl des Kindes.
Ich war weder währenddessen, noch danach traurig über den Ablauf der Geburt – wichtig und das ganz alleine, war, das es meinem Kind gut geht und das wir es endlich in den Armen halten konnten. Manch Aussagen, wie ”du wurdest um eine natürliche Geburt gebracht”, entschuldigt aber das ist für mich unverständlich, im Großen und Ganzen geht es ja um das Ergebnis und das ist in der Regel ein gesundes, wunderbares Baby – wie es den Weg auf die Welt gefunden hat, sollte doch dann nebensächlich werden. Kein Arzt macht eine Not-Sectio weil er keine Lust mehr auf eine natürliche Geburt hat.
Vielleicht bin ich wirklich unsensibel!? Vielleicht erleben es andere Frauen weitaus schlimmer als ich es tat – es muss ja so sein…
Bei Sams Geburt haben wir uns bewusst für den Kaiserschnitt entschieden, aufgrund von Aussagen der Ärztin und der Hebamme, alles natürlich auch aufgrund des vorhergegangenen Not-Kaiserschnittes.
Diese Geburt fand ich toll, wirklich toll – es war entspannt (anders als bei Luke), wir wussten was passiert, es war sogar eine lockere Stimmung während ich auf dem Tisch lag. Niemals hätte ich anders entschieden, oder den Rat der Fachleute misstraut – wichtig war, das dass Kind gesund und ohne große Komplikationen auf die Welt kommt.
Was will ich damit sagen? Vielleicht rückt man ein wenig von seinen Wunschvorstellungen ab, lässt das vergangene ein wenig verblassen und erfreut sich an den Zwergen, die man abends küsst.
Ich hoffe niemand fasst diesen Text falsch auf, fühlt sich angegriffen oder vor den Kopf gestoßen…. es ist einfach nur eine andere Sicht der Dinge…

Das ist auch sehr interessant ...

  1. das passiert doch nur den anderen…
  2. Hebamme
  3. 10 Tage to go
 

4 Kommentare bisher

…nach 3 Jahren immer noch ein reizthema was?
… das ist genau das gleiche wie mit dem thema stillen….jeder soll doch bitte das machen was er für richtig ist und wenn es notkaiserschnitte und überhaupt sectio’s nicht gäbe wären wir zwei Beide oder auch die Kinder nicht mehr hier ….das sollte man sich auch mal vor augen halten …man sollte einfach nur froh sein dass man es geschafft hat und die medizin schon so weit ist…am schlimmsten finde ich dann noch die aussage …ach kaiserschnitt da hast du es dir ja einfach gemacht….verdammte sch++ss+ es ist ein verdammter bauschnitt…und wer noch keinen hatte der sollte sich auch einfach nicht dazu äußern,,,,du merkst ich krieg schon wieder die krise … :wallbash_tb:

Ich war bei der Geburt unseres ersten Sohnes einfach nur froh, dass es ihm gut ging. Nebenan war zwar das Kind normal geboren, aber musste notversorgt und verlegt werden. ich für mich war glücklich, dass unser Kind da war und er keine Probleme hatte.
Trotzdem wollte ich beim zweiten Kind noch einmal eine “normale” Geburt versuchen und es hat auch geklappt. Was nun besser ist? Vorteil der normalen Geburt ist, dass man eben das erste Kind, inzwischen knapp drei Jahre, besser allein versorgen kann – auch wenn das gebrochene Steißbein dabei mächtig gezickt hat.
Liebe Grüße
Barbara

du weisst ja, dass ich einen wunschkaiserschnitt hatte und ich stehe dazu, es war für mich das beste was ich machen konnte.
natürlich darf ich das auch einer “normal” entbundenen mutter nicht so direkt sagen. aber wenn mich einer fragt, für mich war es super!
während meine anderen frisch gebackenen mütter noch im nachthemd über den krankenhausflur schlufften, weil sie irgendwelche verletzungen hatten, war ich schon am nächsten tag in kuschelklamotten umgezogen und nach 4 tagen wieder zu hause.
schlimmster nachsatz, wenn man mich fragt, wie ich entbunden habe, ist natürlich “nein, ich stille auch nicht”.
ich bin also absolut keine “richtige mutter” oder etwa doch???
man kann auch mit kaiserschnitt und fläschchen eine richtige mama sein und das wohl meines babys steht an allererster stelle.

Das unterschreibe ich alles zu 100%!!

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